{"id":2387,"date":"2020-07-14T22:18:00","date_gmt":"2020-07-14T22:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/w7vongap.de\/medjugorje-de\/eine-geschichte-zum-nachdenken-5-2387\/"},"modified":"2020-07-14T22:18:00","modified_gmt":"2020-07-14T22:18:00","slug":"eine-geschichte-zum-nachdenken-5","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cms.mtsomnii.de\/w7\/medjugorje-de\/eine-geschichte-zum-nachdenken-5-2387\/","title":{"rendered":"Eine Geschichte zum Nachdenken"},"content":{"rendered":"<div><a href=\"https:\/\/www.medjugorje.de\/news\/eine-geschichte-zum-nachdenken-5\/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=35a86bf038b6c5e7e9014a101177da20\"><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>In einem fernen Land lebte einmal ein K&ouml;nig. Der K&ouml;nig wurde alt und sehr traurig.\n<\/p>\n<p>Er wollte gar nichts mehr tun. &#8222;Seht&#8220;, sagte er, &#8222;in meinem Leben habe ich alles erlebt, was man erleben kann. Ich viel gesehen, geh&ouml;rt und erfahren. Nur eins habe ich nicht gesehen in meinem ganzen Leben: Gott habe ich nicht gesehen. Ihn m&ouml;chte ich noch sehen, bevor ich sterbe.&#8220;\n<\/p>\n<p>Deshalb befahl der K&ouml;nig allen m&auml;chtigen Leuten, den Weisen und Priestern: &#8222;Zeigt mir Gott! Ihr habt daf&uuml;r drei Tage Zeit. Wenn ihr es nicht schafft, werdet ihr schwer bestraft!&#8220;\n<\/p>\n<p>Alle Bewohner des k&ouml;niglichen Palastes waren sehr traurig. Sie warteten auf ihren Tod. Genau nach drei Tagen rief der K&ouml;nig alle vor sich. Aber keiner &ouml;ffnete den Mund. Der K&ouml;nig war sehr zornig. Er wollte das Todesurteil aussprechen.\n<\/p>\n<p>Da kam ein Hirte vom Feld heim. Er hatte den Befehl des K&ouml;nigs geh&ouml;rt und sagte: &#8222;Erlaube mir K&ouml;nig, deinen Wunsch zu erf&uuml;llen!&#8220; &#8222;Gut&#8220;, sagte der K&ouml;nig, &#8222;aber denk daran, es geht um deinen Kopf!&#8220;\n<\/p>\n<p>Der Hirte f&uuml;hrte den K&ouml;nig auf einen freien Platz und zeigte ihm die Sonne. &#8222;Sieh in die Sonne&#8220;, sagt er. Der K&ouml;nig hob seine Augen und wollte hineinsehen. &#8222;Ich werde ja ganz geblendet , willst du mich umbringen?&#8220;, fragt der K&ouml;nig. &#8222;Aber K&ouml;nig&#8220;, sagte der Hirte, &#8222;das ist doch nur ein kleines Ding der Sch&ouml;pfung. Wie ein kleiner Funke eines gro&szlig;en Feuers. Gott ist noch viel gr&ouml;&szlig;er. Wie willst du mit deinen schwachen Augen Gott sehen? Suche ihn mit anderen Augen!&#8220;\n<\/p>\n<p>Das gefiel dem K&ouml;nig. Er fragte den Hirten: &#8222;Was war vor Gott?&#8220; Der Hirt dachte nach und sagte dann: &#8222;Fang an zu z&auml;hlen!&#8220; Der K&ouml;nig begann: &#8222;Eins, zwei, drei&hellip;.&#8220; &#8222;Nein, nein&#8220;, unterbrach ihn der Hirte, &#8222;nicht so. Fange mit dem an, was vor eins kommt!&#8220; &#8222;Wie kann ich das denn? Vor &#8218;eins&#8217; gibt es doch nichts.&#8220; &ndash; &#8222;Sehr klug gesprochen&#8220;, sagt der Hirte. Auch vor Gott gibt es nichts.&#8220;\n<\/p>\n<p>Diese Antwort gefiel dem K&ouml;nig noch besser. &#8222;Ich werde dich reich beschenken, wenn du mir noch eine dritte Frage beantworten kannst: Was macht Gott?&#8220;\n<\/p>\n<p>Der Hirte merkte, dass das Herz des K&ouml;nigs weich geworden war. &#8222;Gut&#8220;, sagte er, &#8222;auch darauf will ich dir antworten.&#8220; Nur um eins bitte ich dich: &#8222;Lass uns f&uuml;r eine kurze Zeit die Kleider tauschen.&#8220;\n<\/p>\n<p>Der K&ouml;nig legte die Zeichen seiner K&ouml;nigsw&uuml;rde ab und kleidete damit den Hirten. Er selber zog dessen kaputte und schmutzige Kleider an und h&auml;ngte sich die Hirtentasche um. Der Hirt setzte sich auf den Thron, nahm das Zepter und zeigte damit auf die Stufen des Throns. Dort stand der K&ouml;nig mit seiner Hirtentasche. &#8222;Siehst du, das macht Gott! &hellip; In Jesus Christus wurde der gro&szlig;e Gott selber ein Mensch. Er stieg von seinem Thron herab und kam als kleines Kind in einem Stall zur Welt. Ja, er nahm f&uuml;r uns sogar den Tod auf sich, den Verbrechertod am Kreuz.&#8220;\n<\/p>\n<p>Der Hirte zog wieder seine eigene Kleidung an. Der K&ouml;nig stand lange da und dachte nach. Die letzen Worte des Hirten gingen durch seinen Kopf. Pl&ouml;tzlich aber wurde er froh und sagte: &#8222;Jetzt sehe ich Gott.&#8220;\n<\/p>\n<p>Nach Leo N. Tolstoi<br \/>gefunden auf <br \/><a href=\"https:\/\/derweg.org\/\" title=\"Opens external link in new window\" target=\"_blank\" class=\"external-link-new-window\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/derweg.org<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem fernen Land lebte einmal ein K&ouml;nig. Der K&ouml;nig wurde alt und sehr traurig. Er wollte gar nichts mehr tun. &#8222;Seht&#8220;, sagte er, &#8222;in meinem Leben habe ich alles erlebt, was man erleben kann. Ich viel gesehen, geh&ouml;rt und erfahren. 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