{"id":3945,"date":"2020-10-21T22:18:00","date_gmt":"2020-10-21T22:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/w7vongap.de\/medjugorje-de\/hl-johannes-paul-ii-2-3901\/"},"modified":"2020-10-21T22:18:00","modified_gmt":"2020-10-21T22:18:00","slug":"hl-johannes-paul-ii-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cms.mtsomnii.de\/w7\/medjugorje-de\/hl-johannes-paul-ii-2-3945\/","title":{"rendered":"Hl. Johannes Paul II."},"content":{"rendered":"<div><a href=\"https:\/\/www.medjugorje.de\/news\/hl-johannes-paul-ii-2\/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=1b2c8628a3a51dea531be1ba7b74216d\"><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>* 18. Mai 1920 in Wadowice in Polen <br \/>&dagger; 2. April 2005 in Rom\n<\/p>\n<p>Karol Wojtyla wuchs in einem tiefgl&auml;ubigen Elternhaus auf. Mit neun Jahren verlor er seine Mutter; drei Jahre sp&auml;ter starb auch der &auml;ltere Bruder Edmund. Um der Deportation zur Zwangsarbeit nach Deutschland zu entgehen, arbeitete er ab 1940 in einem Steinbruch, gleichzeitig studierte er Theologie im Untergrund; sein Leben wurde gepr&auml;gt von den schrecklichen Erfahrungen der NS-Zeit und sp&auml;ter durch die kommunistische Herrschaft. Woityla wurde 1946 zum Priester geweiht, er studierte wieder, nun f&uuml;r zwei Jahre in Rom, promovierte 1948 in Rom und im selben Jahr &uuml;ber ein moraltheologisches Thema in Krak&oacute;w und &uuml;bernahm dort 1948 seine erste Pfarrstelle. Ab 1953 war er Professor f&uuml;r Moraltheologie, 1958 wurde er zum Bischof von Krak&oacute;w geweiht 1960 erschien seine Doktorarbeit. 1963 nahm er zeitweise am 2. Vatikanischen Konzil teil, 1964 wurde er zum Erzbischof und 1967 zum Kardinal erhoben.<\/p>\n<p>Als Johannes Paul II. wurde er am 16. Oktober 1978 als erster Pole &uuml;berhaupt und als erster Nicht-Italiener seit 1523 zum Papst gew&auml;hlt. Im Jahr 1981, am 13. Mai, dem Tag der ersten Erscheinung der Muttergottes in Fatima,&nbsp; wurde er bei einem Attentat auf dem Petersplatz lebensgef&auml;hrlich verletzt. Seine Rettung schrieb der Papst dem Schutz Marias zu, unter deren Schutz und F&uuml;hrung er sein Leben schon in jungen Jahren gestellt hatte (&#8222;Totus tuus&#8220; &#8211; &#8222;Ganz der deine&#8220;). Dem t&uuml;rkischen Attent&auml;ter Ali Aga verzieh er sp&auml;ter. 1982, als er zum Dank f&uuml;r seine Rettung eine Wallfahrt nach Fatima unternahm, entging er am 12 .Mai knapp dem Attentat eines fanatisch-konservativen Katholiken. Damals wurde berichtet, er sei nicht verletzt worden, doch nach seinem Tod wurde bekannt, dass er eine Verletzung davongetragen, dies aber verborgen hatte; er absolierte sein Reiseprogramm wie vorgesehen.<\/p>\n<p>Johannes Paul II. unternahm in seiner Amtszeit 103 Auslandsreisen, er reiste 247.613 Kilometer, also mehr als sechs Mal um den Erdball, und besuchte 130 Staaten, davon drei Mal Deutschland in den Jahren 1980, 1987 und 1996; beim letzten Besuch in Deutschland bekannte er, dass das Verhalten der damaligen katholischen Kirche die Reformation mit verursacht habe. Erstmals im Juni 1979 und zum neunten Mal im Jahr 2002 unternahm Johannes Paul II. Reisen in sein Heimatland Polen; zweifellos hat sein Wirken entscheidend dazu beigetragen, die kommunistische Herrschaft in Polen und im gesamten Ostblock zu beenden. Die gewichtige politische Rolle von Johannes Paul II. zeigt sich auch in der Tatsache, dass 1978, zu Beginn seines Pontifikats, der Heilige Stuhl diplomatische Beziehungen mit 85 L&auml;ndern hatte, im Jahr 2005 aber zu 174 L&auml;ndern.<\/p>\n<p>Nachdem 1998 erstmals durch die katholische Kirche eine Mitschuld von Christen am Holocoust anerkannt wurde, unternahm Johannes Paul II. anl&auml;sslich des Heiligen Jahres 2000 eine Reise ins Heilige Land und betete an der Klagemauer in Jerusalem. 2001 besuchte er das orthodoxe Griechenland, in Damaskus in Syrien besuchte er als erster Papst eine Moschee.<\/p>\n<p>Johannes Paul II. gab 14 Enzykliken heraus, darunter 1980 die Sozialenzyklika Dives in Misericordia (&#8222;&Uuml;ber das g&ouml;ttliche Erbarmen&#8220;), mit deutlicher Kritik am Kapitalismus, 1993 die Moralenzyklika Veritatis Splendor (&#8222;Der Glanz der Wahrheit&#8220;), 1995 Evangelium Vitae (&#8222;Das Evangelium des Lebens&#8220;), mit der erneuten Verurteilung jeglicher k&uuml;nstlicher Empf&auml;ngnisverh&uuml;tung sowie im Kapitel 56 der Kritik an der Verh&auml;ngung der Todesstrafe, was Johannes Paul II. auch gerade gegen&uuml;ber der nordamerikanischen &Ouml;ffentlichkeit h&auml;ufig wiederholt hat. 2003 folgte Ecclesia de Eucharistia (&#8222;Die Kirche lebt von der Eucharistie&#8220;) mit der Bekr&auml;ftigung des Verbotes, zusammen mit Christen anderer Konfessionen das Abendmahl zu feiern und der Erkl&auml;rung, es sei Pflicht jedes Katholiken, abweichende Praxis sofort und direkt nach Rom zu melden. Eine dem Vernehmen nach geplante Sozialenzyklika zur N&auml;chstenliebe konnte er nicht mehr verfassen; aber immer wieder hat er deutlich gegen Reichtum und die M&auml;chtigen Stellung genommen; sein Kampf gegen die Sirenenges&auml;nge des Marktes war oft grimmiger, als es der gegen den Kommunismus je war. In unserer Zeit tritt immer deutlicher hervor, dass Johannes Paul II. geradezu prophetisch f&uuml;r die Heiligkeit des Lebens, den Lebensschutz von der Zeugung bis zum nat&uuml;rlichen Ende sowie f&uuml;r die Heiligkeit der Ehe immer wieder in Wort und Schrift eingetreten ist. <\/p>\n<p>1994 lehnte Johannes Paul im apostolischen Schreiben Ordinatio Sacerdotalis die Frauenordination f&uuml;r alle Zeiten ab. Auf der Weltbev&ouml;lkerungskonferenz in Kairo trat der Vatikan als einziger Staat gegen Geburtenkontrolle ein. 1999 wurde Abtreibung &#8211; selbst im Falle vorangegangener Vergewaltigung &#8211; verurteilt, nach langer Auseinandersetzung musste die deutsche katholische Kirche aus dem staatlich gef&ouml;rderten Beratungssystem f&uuml;r Schwangerschaftskonflikte aussteigen. Im Heiligen Jahr 2000 legt Johannes Paul ein Schuldbekenntnis f&uuml;r Verfehlungen der Kirchenmitglieder in der Geschichte ab. 2003 kritisierte er heftig die Pl&auml;ne der USA zum Krieg gegen den Irak.<\/p>\n<p>Johannes Paul II. sprach insgesamt 1268 Menschen selig und 483 heilig &#8211; das sind mehr Kanonisierungen als in den fast 400 Jahren seit 1588, der Einf&uuml;hrung des heute g&uuml;ltigen Verfahrens.&nbsp; Mit der gleichzeitigen Seligsprechung der P&auml;pste Johannes XXIII. und Pius IX. machte er im Jahr 2000 unmissverst&auml;ndlich klar, dass f&uuml;r ihn die Beschl&uuml;sse des 2. Vatikanischen Konzils nur auf der Grundlage der Entscheidungen des 1. Vatikanischen Konzils interpretiert werden d&uuml;rfen, darunter vor allem auch dessen Aussagen &uuml;ber die Unfehlbarkeit des Papstes.<\/p>\n<p>Seit 2002 verschlechterte sich der Gesundheitszustand von Johannes Paul II. sichtlich, er stellte aber wiederholt klar, dass er auch im Leiden an seiner Aufgabe festhalte, um damit ein Zeichen zu setzen, und dass ein Amtsverzicht &#8211; wie es ihn nur einmal in der Geschichte der P&auml;pste gab durch Papst C&ouml;lestin V. &#8211; f&uuml;r ihn nicht in Frage komme. Er starb in der Osterwoche 2005, am Vorabend des Sonntags der Barmherzigkeit, den er selbst eingef&uuml;hrt hatte, nachdem er am Osterfest den traditionallen Segen nur noch stumm erteilen konnte, an mehrfachem Organversagen; nach Angaben von Kurienkardinal Javier Lozano Barrag&aacute;n, dem Gesundheitsminister des Vatikan, hatte er lebensverl&auml;ngernde Ma&szlig;nahmen abgelehnt.<\/p>\n<p>Johannes Paul wurde weltweit &#8211; auch von Angeh&ouml;rigen anderer Religionen und Konfessionen &#8211; als Jahrhundertpapst, Friedensapostel und glaubw&uuml;rdiger Zeuge des Evangeliums gew&uuml;rdigt. Mit 26 Amtsjahren hat er l&auml;nger regiert als alle seine Vorg&auml;nger mit Ausnahme von Pius IX. &#8211; l&auml;nger auch als Petrus, dem in den traditionellen Listen 25 Amtsjahre zugeschrieben werden. Gewiss war er ein ganz gro&szlig;er Mensch: nicht weil er sich dazu gemacht hat, sondern weil er dem&uuml;tig war.<\/p>\n<p>Wie ein Verm&auml;chtnis liest sich die Botschaft Johannes Pauls II. an den Weltjugendtag in K&ouml;ln, an dem er im August 2005 teilnehmen wollte &#8211; zur Jugend hatte er immer einen besonderen Draht und sie zu ihm: Stark ist der Drang, an falsche Mythen des Erfolgs und der Macht zu glauben; es ist gef&auml;hrlich, verschwommenen Auffassungen des Heiligen anzuh&auml;ngen, die Gott unter der Gestalt der kosmischen Energie darstellen, oder in anderen Formen, die nicht mit der katholischen Lehre &uuml;bereinstimmen<\/p>\n<p>Johannes Paul II. wurde von seinem Nachfolger Benedikt XVI. am 1. Mai 2011 seliggesprochen, am 27. April ist er durch Papst Franziskus heiliggesprochen worden. <\/p>\n<p>&#8222;Welch ein gro&szlig;es Geschenk der Gnade war das Leben dieses gro&szlig;en Papstes f&uuml;r die ganze Kirche! Sein Zeugnis erleuchtet weiterhin unser Leben und bleibt f&uuml;r uns ein Ansporn, wahrer J&uuml;nger Christi zu sein.&#8220;&nbsp; Benedikt XVI.\n<\/p>\n<p><b>Quelle<\/b>: <a href=\"https:\/\/evangeliumtagfuertag.org\/DE\/gospel\/2020-10-22\" title=\"Opens external link in new window\" target=\"_blank\" class=\"external-link-new-window\" rel=\"noopener noreferrer\">Evangelium Tag f&uuml;r Tag<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>* 18. Mai 1920 in Wadowice in Polen &dagger; 2. April 2005 in Rom Karol Wojtyla wuchs in einem tiefgl&auml;ubigen Elternhaus auf. Mit neun Jahren verlor er seine Mutter; drei Jahre sp&auml;ter starb auch der &auml;ltere Bruder Edmund. 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