{"id":627,"date":"2020-03-28T19:47:00","date_gmt":"2020-03-28T19:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/w7vongap.de\/medjugorje-de\/botschaft-des-papstes-627\/"},"modified":"2020-03-28T19:47:00","modified_gmt":"2020-03-28T19:47:00","slug":"botschaft-des-papstes","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cms.mtsomnii.de\/w7\/medjugorje-de\/botschaft-des-papstes-627\/","title":{"rendered":"Botschaft des Papstes"},"content":{"rendered":"<div><a href=\"https:\/\/www.medjugorje.de\/news\/botschaft-des-papstes\/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=c021502ab447b1eac16c654a820fd7e7\"><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>&raquo;Am Abend dieses Tages&laquo; (Mk 4.35). So beginnt das eben geh&ouml;rte Evangelium. Seit Wochen scheint es, als sei es Abend geworden. Tiefe Finsternis hat sich auf unsere Pl&auml;tze, Stra&szlig;en und St&auml;dte gelegt; sie hat sich unseres Lebens bem&auml;chtigt und alles mit einer ohrenbet&auml;ubenden Stille und einer trostlosen Leere erf&uuml;llt, die alles im Vorbeigehen l&auml;hmt: Es liegt in der Luft, man bemerkt es an den Gesten, die Blicke sagen es. Wir sind ver&auml;ngstigt und f&uuml;hlen uns verloren. Wie die J&uuml;nger des Evangeliums wurden wir von einem unerwarteten heftigen Sturm &uuml;berrascht. Uns wurde klar, dass wir alle im selben Boot sitzen, alle schwach und orientierungslos sind, aber zugleich wichtig und notwendig, denn alle sind wir dazu aufgerufen, gemeinsam zu rudern, alle m&uuml;ssen wir uns gegenseitig beistehen. Auf diesem Boot &#8230; befinden wir uns alle. Wie die J&uuml;nger, die wie aus einem Munde angsterf&uuml;llt rufen: &raquo;Wir gehen zugrunde&laquo; (vgl. V. 38), so haben auch wir erkannt, dass wir nicht jeder f&uuml;r sich, sondern nur gemeinsam vorankommen.<\/p>\n<p>Leicht finden wir uns selbst in dieser Geschichte wieder. Schwieriger ist es da schon, das Verhalten Jesu zu verstehen. W&auml;hrend die J&uuml;nger nat&uuml;rlich alarmiert und verzweifelt sind, befindet er sich am Heck, in dem Teil des Bootes, der zuerst untergeht. Und was macht er? Trotz aller Aufregung schl&auml;ft er friedlich, ganz im Vertrauen auf den Vater &ndash; es ist das einzige Mal im Evangelium, dass wir Jesus schlafen sehen. Als er dann aufgeweckt wird und Wind und Wasser beruhigt hat, wendet er sich vorwurfsvoll an die J&uuml;nger: &raquo;Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?&laquo; (V. 40).<\/p>\n<p>Versuchen wir zu verstehen. Worin besteht der Glaubensmangel der J&uuml;nger, der im Kontrast steht zum Vertrauen Jesu? Sie hatten nicht aufgeh&ouml;rt, an ihn zu glauben, sie flehen ihn ja an. Aber schauen wir, wie sie ihn anrufen: &raquo;Meister, k&uuml;mmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?&laquo; (V. 38). K&uuml;mmert es dich nicht: Sie denken, dass Jesus sich nicht f&uuml;r sie interessiert, dass er sich nicht um sie k&uuml;mmert. Im zwischenmenschlichen Bereich, in unseren Familien, ist es eine der Erfahrungen, die am meisten weht tut, wenn einer zum anderen sagt: &bdquo;Bin ich dir egal?&ldquo; Das ist ein Satz, der schmerzt und unser Herz in Wallung bringt. Das wird auch Jesus ersch&uuml;ttert haben. Denn niemand sorgt sich mehr um uns als er. In der Tat, als sie ihn rufen, rettet er seine mutlosen J&uuml;nger.<\/p>\n<p>Der Sturm legt unsere Verwundbarkeit blo&szlig; und deckt jene falschen und unn&ouml;tigen Gewissheiten auf, auf die wir bei unseren Pl&auml;nen, Projekten, Gewohnheiten und Priorit&auml;ten gebaut haben. Er macht sichtbar, wie wir die Dinge vernachl&auml;ssigt und aufgegeben haben, die unser Leben und unsere Gemeinschaft n&auml;hren, erhalten und stark machen. Der Sturm entlarvt all unsere Vorhaben, was die Seele unserer V&ouml;lker ern&auml;hrt hat, &bdquo;wegzupacken&ldquo; und zu vergessen; all die Bet&auml;ubungsversuche mit scheinbar &bdquo;heilbringenden&ldquo; Angewohnheiten, die jedoch nicht in der Lage sind, sich auf unsere Wurzeln zu berufen und die Erinnerung unserer &auml;lteren Generation wachzurufen, und uns so der Immunit&auml;t berauben, die notwendig ist, um den Schwierigkeiten zu trotzen.<\/p>\n<p>Mit dem Sturm sind auch die stereotypen Masken gefallen, mit denen wir unser &bdquo;Ego&ldquo; in st&auml;ndiger Sorge um unser eigenes Image verkleidet haben; und es wurde wieder einmal jene (gesegnete) gemeinsame Zugeh&ouml;rigkeit offenbar, der wir uns nicht entziehen k&ouml;nnen, dass wir n&auml;mlich alle Br&uuml;der und Schwestern sind.<\/p>\n<p><em>&raquo;Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?&laquo;<\/em> Herr, dein Wort heute Abend trifft und betrifft uns alle. In unserer Welt, die du noch mehr liebst als wir, sind wir mit voller Geschwindigkeit weitergerast und hatten dabei das Gef&uuml;hl, stark zu sein und alles zu verm&ouml;gen. In unserer Gewinnsucht haben wir uns ganz von den materiellen Dingen in Anspruch nehmen lassen und von der Eile bet&auml;uben lassen. Wir haben vor deinen Mahnrufen nicht angehalten, wir haben uns von Kriegen und weltweiter Ungerechtigkeit nicht aufr&uuml;tteln lassen, wir haben nicht auf den Schrei der Armen und unseres schwer kranken Planeten geh&ouml;rt. Wir haben unerschrocken weitergemacht in der Meinung, dass wir in einer kranken Welt immer gesund bleiben w&uuml;rden. Jetzt, auf dem st&uuml;rmischen Meer, bitten wir dich: &bdquo;Wach auf, Herr!&ldquo;<\/p>\n<p><em>&raquo;Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?&laquo;<\/em> Herr, du appellierst an uns, du appellierst an den Glauben. Nicht nur an den Glauben, dass es dich gibt, sondern an den Glauben, der uns vertrauensvoll zu dir kommen l&auml;sst. In dieser Fastenzeit erklingt dein eindringlicher Aufruf: &raquo;Kehrt um&laquo; (Mk 1,15); &raquo;kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen&laquo; (Jo&euml;l 2,12). Du rufst uns auf, diese Zeit der Pr&uuml;fung als eine Zeit der Entscheidung zu nutzen. Es ist nicht die Zeit deines Urteils, sondern unseres Urteils: die Zeit zu entscheiden, was wirklich z&auml;hlt und was verg&auml;nglich ist, die Zeit, das Notwendige von dem zu unterscheiden, was nicht notwendig ist. Es ist die Zeit, den Kurs des Lebens wieder neu auf dich, Herr, und auf die Mitmenschen auszurichten. Und dabei k&ouml;nnen wir auf das Beispiel so vieler Weggef&auml;hrten schauen, die in Situationen der Angst mit der Hingabe ihres Lebens reagiert haben. Es ist das Wirken des Heiligen Geistes, das in mutige und gro&szlig;z&uuml;gige Hingabe gegossen und geformt wird. Es ist das Leben aus dem Heiligen Geist, das in der Lage ist, zu befreien, wertzusch&auml;tzen und zu zeigen, wie unser Leben von gew&ouml;hnlichen Menschen &ndash; die gew&ouml;hnlich vergessen werden &ndash; gestaltet und erhalten wird, die weder in den Schlagzeilen der Zeitungen und Zeitschriften noch sonst im Rampenlicht der neuesten Show stehen, die aber heute zweifellos eine bedeutende Seite unserer Geschichte schreiben: &Auml;rzte, Krankenschwestern und Pfleger, Supermarktangestellte, Reinigungspersonal, Betreuungskr&auml;fte, Transporteure, Ordnungskr&auml;fte, ehrenamtliche Helfer, Priester, Ordensleute und viele, ja viele andere, die verstanden haben, dass niemand sich allein rettet. Angesichts des Leidens, an dem die wahre Entwicklung unserer V&ouml;lker gemessen wird, entdecken und erleben wir das Hohepriesterliche Gebet Jesu: &raquo;Alle sollen eins sein&laquo; (Joh 17,21). Wie viele Menschen &uuml;ben sich jeden Tag in Geduld und fl&ouml;&szlig;en Hoffnung ein und sind darauf besorgt, keine Panik zu verbreiten, sondern Mitverantwortung zu f&ouml;rdern. Wie viele V&auml;ter, M&uuml;tter, Gro&szlig;v&auml;ter und Gro&szlig;m&uuml;tter, Lehrerinnen und Lehrer zeigen unseren Kindern mit kleinen und allt&auml;glichen Gesten, wie sie einer Krise begegnen und sie durchstehen k&ouml;nnen, indem sie ihre Gewohnheiten anpassen, den Blick aufrichten und zum Gebet anregen. Wie viele Menschen beten f&uuml;r das Wohl aller, spenden und setzen sich daf&uuml;r ein. Gebet und stiller Dienst &ndash; das sind unsere siegreichen Waffen.<\/p>\n<p><em>&raquo;Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?&laquo;<\/em> Der Anfang des Glaubens ist das Wissen, dass wir erl&ouml;sungsbed&uuml;rftig sind. Wir sind nicht unabh&auml;ngig, allein gehen wir unter. Wir brauchen den Herrn so wie die alten Seefahrer die Sterne. Laden wir Jesus in die Boote unseres Lebens ein. &Uuml;bergeben wir ihm unsere &Auml;ngste, damit er sie &uuml;berwinde. Wie die J&uuml;nger werden wir erleben, dass wir mit ihm an Bord keinen Schiffbruch erleiden. Denn das ist Gottes St&auml;rke: alles, was uns widerf&auml;hrt, zum Guten zu wenden, auch die schlechten Dinge. Er bringt Ruhe in unsere St&uuml;rme, denn mit Gott geht das Leben nie zugrunde.&nbsp;<\/p>\n<p>Der Herr fordert uns heraus, und inmitten des Sturms l&auml;dt er uns ein, Solidarit&auml;t und Hoffnung zu wecken und zu aktivieren, die diesen Stunden, in denen alles unterzugehen scheint, Festigkeit, Halt und Sinn geben. Der Herr erwacht, um unseren Osterglauben zu wecken und wiederzubeleben. Wir haben einen Anker: durch sein Kreuz sind wir gerettet. Wir haben ein Ruder: durch sein Kreuz wurden wir freigekauft. Wir haben Hoffnung: durch sein Kreuz sind wir geheilt und umarmt worden, damit nichts und niemand uns von seiner erl&ouml;senden Liebe trennen kann. Inmitten der Isolation, in der wir unter einem Mangel an Zuneigung und Begegnungen leiden und den Mangel an vielen Dingen erleben, lasst uns erneut die Botschaft h&ouml;ren, die uns rettet: Er ist auferstanden und lebt unter uns. Der Herr ruft uns von seinem Kreuz aus auf, das Leben, das uns erwartet, wieder zu entdecken, auf die zu schauen, die uns brauchen, und die Gnade, die in uns wohnt, zu st&auml;rken, zu erkennen und zu ermutigen. L&ouml;schen wir die kleine Flamme nicht aus (vgl. Jes 42,3), die niemals erlischt, und tun wir alles, dass sie die Hoffnung wieder entfacht.<\/p>\n<p>Das eigene Kreuz anzunehmen bedeutet, den Mut zu finden, alle Widrigkeiten der Gegenwart anzunehmen und f&uuml;r einen Augenblick unser Lechzen nach Allmacht und Besitz aufzugeben, um der Kreativit&auml;t Raum zu geben, die nur der Heilige Geist zu wecken vermag. Es bedeutet, den Mut zu finden, R&auml;ume zu &ouml;ffnen, in denen sich alle berufen f&uuml;hlen, und neue Formen der Gastfreundschaft, Br&uuml;derlichkeit und Solidarit&auml;t zuzulassen. Durch sein Kreuz sind wir gerettet, damit wir die Hoffnung annehmen und zulassen, dass sie alle m&ouml;glichen Ma&szlig;nahmen und Wege st&auml;rkt und unterst&uuml;tzt, die uns helfen k&ouml;nnen, uns selbst und andere zu besch&uuml;tzen. Den Herrn umarmen, um die Hoffnung zu umarmen &ndash; das ist die St&auml;rke des Glaubens, der uns von der Angst befreit und uns Hoffnung gibt.<\/p>\n<p><em>&raquo;Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?&laquo;<\/em> Liebe Br&uuml;der und Schwestern, von diesem Ort aus, der vom felsenfesten Glauben Petri erz&auml;hlt, m&ouml;chte ich heute Abend euch alle dem Herrn anvertrauen und die Muttergottes um ihre F&uuml;rsprache bitten, die das Heil ihres Volkes und der Meerstern auf st&uuml;rmischer See ist. Von diesen Kolonnaden aus, die Rom und die Welt umarmen, komme der Segen Gottes wie eine tr&ouml;stende Umarmung auf euch herab. Herr, segne die Welt, schenke Gesundheit den K&ouml;rpern und den Herzen Trost. Du m&ouml;chtest, dass wir keine Angst haben; doch unser Glaube ist schwach und wir f&uuml;rchten uns. Du aber, Herr, &uuml;berlass uns nicht den St&uuml;rmen. Sag zu uns noch einmal: &raquo;F&uuml;rchtet euch nicht&laquo; (Mt 28,5). Und wir werfen zusammen mit Petrus &bdquo;alle unsere Sorge auf dich, denn du k&uuml;mmerst dich um uns&ldquo; (vgl. 1 Petr 5,7).\n<\/p>\n<p><b>Quelle<\/b>: <a href=\"http:\/\/www.medjugorje.hr\/de\/aktualitaten\/botschaft-des-papstes-vom-petersplatz-im-vatikan-am-27.-m%C3%A4rz-2020,10632.html\" title=\"Opens external link in new window\" target=\"_blank\" class=\"external-link-new-window\" rel=\"noopener noreferrer\">www.medjugorje.hr<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&raquo;Am Abend dieses Tages&laquo; (Mk 4.35). 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